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Gesundheitslexikon
Im Gesundheitslexikon erhalten Sie ausführliche Informationen und Definitionen zu diversen Stichwörtern rund um Ernährung und Gesundheit.

Urheber dieses Lexikons ist die Reformhaus Fachakademie. Inhaltliche Abweichungen zu den EDEN Produktinformationen sind daher grundsätzlich möglich.




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Verstopfung


Verstopfung ist eine weitverbreitete Zivilisationskrankheit. Bei einer Obstipation ist der Stuhl hart und trocken. Ein Stuhlgang ist nur alle 2-3 Tage möglich. Der Darm kann normalerweise ohne größere Anstrengung entleert werden. Bei der Obstipation sind größere Kraftanstrengungen bei der Entleerung notwendig, d.h. der Betroffene muss den Stuhl fest herauspressen. Wenn dies über einen längeren Zeitpunkt regelmässig geschieht, können sich Hämorrhoiden ausbilden.

Ursachen der Obstipation:

Folgen der Obstipation:

Ein fester, harter Stuhl hat eine wesentlich längere Passagezeit im Darm als ein Normalstuhl. Dadurch verweilen die sog. Fäulnisprodukte (von den Darmbakterien werden vor allem Eiweißbestandteile zu giftigen Endprodukten abgebaut) länger im Darm und werden vom Organismus resorbiert bzw. verändern negativ die Zusammensetzung der Darmflora. Dies hat weitgehende Folgen auf den gesamten Organismus, wie z.B. Schwächung der Immunabwehr und verstärkte Leberbelastung.

Ernährung:

Ein wesentlicher Faktor ist die Umstellung der Ernährung auf eine vollwertige ballaststoffreiche Kost, d.h. ausreichender Verzehr von Vollkornprodukten, Obst und Gemüse (wegen der zusätzlich blähenden Eigenschaften sind Hülsenfrüchte in der Anfangsphase der Umstellung noch nicht zu empfehlen) aber auch Produkte mit einem erhöhten Gehalt an L(+)-Milchsäure und Kalium, wie Sauermilcherzeugnisse, Gemüsemoste und milchsaures Gemüse. Dabei ist zu berücksichtigen, dass nur solche Lebensmittel verzehrt werden, deren Milchsäuregehalt überwiegend aus L(+)-Milchsäure besteht.

Nahrungsergänzung:

Sinnvolle Nahrungsergänzungsmittel sind:
Leinsamen, Flohsamen, Weizenkleie, Haferkleie, Pektin, Agar-Agar und Senfkörner.

Zur weiteren Unterstützung sollten gleichzeitig:
Milchzucker, Sauerkraut, Sauerkrautsaft, Pflaumensaft und eingeweichte Trokenpflaumen eingenommen werden.

Die Gesamtflüssigkeitszufuhr muss auf mindestens 2 Liter pro Tag erhöht werden. Bei zusätzlicher Einnahme von Leinsamen, Flohsamen und vor allen Dingen bei Kleie muss die Gesamtflüssigkeitszufuhr mindestens 2,5-3 Liter betragen. Bevorzugt werden sollten hier Mineralwasser, Gemüsesäfte und -moste sowie Molke und Kräutertees.

Sonstiges:

Die Darmflora wird vor allem durch die Zufuhr von überwiegend L(+)-Milchsäure-haltigen Produkten, Milchzucker, löslichen Ballaststoffen (Pektine, Hemicellulose, Schleime) und Sauerkraut regeneriert.

Während Milchzucker und die löslichen Ballaststoffe für die Bakterien wichtige Energielieferanten darstellen und somit auch die Vermehrung fördern, hilft die Milchsäure den pH-Wert im Dickdarm zu regulieren. Dadurch können sich unerwünschte krankmachende Keime nicht ausbreiten. Die Mikroorganismen bauen die löslichen Ballaststoffe vorwiegend zu Kohlendioxid, Wasser und kurzkettigen Fettsäuren (Essigsäure, Buttersäure und dergleichen) ab. Diese Substanzen sind physiologisch verträglich. Die an die löslichen Ballaststoffe gebundenen Gallensäuren werden durch die schnellere Darmpassage beschleunigt ausgeschieden. Eine zusätzliche Resorption der Gallensäure findet im Dickdarm nicht statt.

Weitere Maßnahmen:

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