EDEN
Honig Pur, wie die Natur

Die Bienen bei der Arbeit

Ohne Bienen kein Honig! Früher wie heute sind sie es, denen wir den köstlichen Honiggenuss zu verdanken haben. Aber wie arbeiten diese fleißigen Insekten eigentlich? Und warum gibt es so viele verschiedene Honigsorten?



Findige Leckermäulchen

Bienen haben einen ausgezeichneten Wahrneh- mungsapparat zur Orientierung innerhalb und außerhalb des Bienenstocks und zum Finden ihrer Nahrungsquellen. Beim Sehen orientieren sie sich vor allem an hellen, bunten, kontrast- reichen Objekten. Sie riechen mit den Sinnes- zellen der Fühler, wobei sie besonders von blumigen und süßen Düften angezogen werden. Aber erst wenn auch ihr Rüssel den Reiz „süß“ schmeckt, ist die Futterquelle entdeckt.



Vielfältige Futterquellen

Ein Ausgangsstoff für Honige ist der Blütennektar – ein zuckerhaltiger Saft, den die Pflanze in besonderen Blütendrüsen produziert. Nektar besteht aus verschiedenen Zuckern und Aromastoffen, Mineralstoffen, Enzymen und Wasser. Die Zusammensetzung unterscheidet sich je nach Pflanze, Boden- und Klimaverhältnissen und sogar nach Tageszeit.
Für andere Honige, etwa alle Waldhonige, sammeln die Bienen Honigtau, einen zuckerhaltigen Saft aus den Siebröhren der Bäume und Pflanzen oder ein auf Pflanzen befindliches Sekret von Insekten. Bei den sogenannten Trachtenhonigen fliegen die Bienen überwiegend eine Pflanzenart an, um den Blütennektar oder Honigtau zu sammeln. Typische Trachtenhonige sind Raps- oder Tannenhonig.



Wahre Kommunikationskünstler

Wahre Kommunikationskünstler Mit dem gesammelten Nektar oder Blütentau fliegen die Bienen zum Stock und teilen den anderen Bienen den Ort, die Richtung, die Entfernung und die Futtersorte mit. Dazu nutzen sie „Verständigungstänze“. Futterquellen in der Nähe werden mit einem „Rundtanz“, bei dem sich die Biene im Kreis dreht, kommuniziert. Weiter entfernte Futterquellen zeigt der „Schwänzeltanz“ mit einem Auf- und Abbewegen des Hinterleibs an. Dabei läuft die Biene eine Acht. Je langsamer sie läuft, desto anstrengender war der Rückflug, desto weiter entfernt liegt die Nahrungsquelle.



Natürliche Qualitätskontrolle

Schon der Bienenstaat ist daran interessiert, sein Nahrungsangebot – also den Honig – zu optimieren. Bringt eine Sammlerbiene etwas sehr Gutes mit in den Stock, wird es ihr sofort von den Stockbienen abgenommen. Ist die Qualität dagegen schlechter, zeigen die Stockbienen anschließend zu einer ergiebigeren Quelle zu folgen.



Vom Nektar zum Honig

Bienen bei der befüllung einer Honigwabe Im Stock wird der Nektar oder Honigtau von den Bienen mit körpereigenen Enzymen angereichert, die den Zuckerrohstoff später zu Honig reifen lassen. Durch die warmen Temperaturen im Bienenstock und das heftige Flügelschlagen der Bienen wird dem Rohhonig das Wasser entzogen. Bei einem Wasseranteil von ca. 20 % ist der Honig reif und lange haltbar. Nun verschließen die Bienen die Waben mit einem dünnen Wachsdeckel.



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