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Gesundheitslexikon
Im Gesundheitslexikon erhalten Sie ausführliche Informationen und Definitionen zu diversen Stichwörtern rund um Ernährung und Gesundheit.

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Isoflavone


Die Isoflavone zählen zur Gruppe der Sekundären Pflanzenstoffe und ihrer Untergruppe den Phyto-Östrogenen. Sie stehen als mögliche bioaktive Inhaltsstoffe der Sojabohne seit einigen Jahren im Fokus der wissenschaftlichen Forschung.


Aufnahme und Ausscheidung:

In Lebensmitteln liegen die Isoflavone überwiegend als Glykosidderivate (= zuckerhaltige Verbindungen) z.B. in Form von Genistin und Daidzin vor. Damit eine Aufnahme stattfinden kann, müssen die Glykoside vorher unter dem Einfluss mikrobieller Enzyme gespalten und hieraus die Nichtzuckeranteile (Aglykone) freigesetzt werden.


Wirksame Dosierung und Vorkommen:

Experten gehen davon aus, dass eine Zufuhr von 30 - 100 mg Isoflavonen pro Tag wünschenswert ist. Zur Verhinderung des Knochenabbaues sind ca. 80 mg an Isoflavonen pro Tag notwendig.
Isoflavone kommen in vielen pflanzlichen Produkten wie Hülsenfrüchten, rotem Klee und Alfalfa vor. Die größte Bedeutung haben die Sojabohnen, da sie die höchsten Gehalte aufweisen und am meisten verzehrt werden.
Die Schwankungen im Isoflavongehalt der Lebensmittel sind auf die Rohwarensorte und die Verarbeitungsbedingungen zurückzuführen. Grundsätzlich wird die Isoflavonaufnahme im natürlichen Verbund eines Lebensmittels günstiger bewertet als eine isolierte Zufuhr.

Isoflavongehalt in 100g Lebensmittel:
Lebensmittel: Isoflavone
Sojabohnen 30 - 340
Sojamehl 130 - 275
Sojaeiweißkonzentrat 2 - 170
Sojaeiweißisolat 45 - 200
  
 
Lebensmittel Isoflavone
Sojadrink 1 - 20
Sojasauce 1 - 8
Sojasprossen 25 - 50
Tofu 8 - 35

Wirkungen der Isoflavone:

Aufgrund von epidemiologischen (bei größeren Bevölkerungsgruppen), in vitro (im Labor) und tierexperimentellen Untersuchungen wurde geschlossen, dass die Phytoöstrogene und insbesondere die Isoflavone Beschwerden in der Menopause, bestimmte hormonabhängige Krebsarten wie Brust- und Prostatakrebs, Herz-Kreislauferkrankungen sowie das Osteoporoserisiko positiv beeinflussen können. Die bisher vorliegenden kontrollierten Studien beim Menschen zum Einfluss von Isoflavonen auf die Sexualhormonspiegel und Wechseljahresbeschwerden lassen allenfalls einen geringen Einfluss erkennen.
Dagegen können Isoflavone bei Frauen nach der Menopause in Abhängigkeit der verzehrten Menge eine Abnahme des Knochenmineralgehaltes an der Lendenwirbelsäule verhindern.




Literatur
  • Watzl, B., Leitzmann, C.: Bioaktive Substanzen in Lebensmitteln; Hippokrates Verlag 1995
  • Zittermann, A.: Phytoöstrogene; Vortrag beim Wiss. Symposium der DGE - Moderne Lebensmittel: In Zukunft nur noch mit Zusatznutzen; 11./12.9.2002 in Bonn
  • Urheber dieses Lexikons ist die Reformhaus Fachakademie. Inhaltliche Abweichungen zu den Eden Produktinformationen sind daher grundsätzlich möglich.


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