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Gesundheitslexikon
Im Gesundheitslexikon erhalten Sie ausführliche Informationen und Definitionen zu diversen Stichwörtern rund um Ernährung und Gesundheit.

Urheber dieses Lexikons ist die Reformhaus Fachakademie. Inhaltliche Abweichungen zu den EDEN Produktinformationen sind daher grundsätzlich möglich.




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Knoblauch


Knoblauch ist ein Gewächs aus der Familie der Liliaceae (Liliengewächse). Seine ursprüngliche Heimat ist wahrscheinlich Zentralasien, doch wird er schon lange im Nahen Osten angebaut. Knoblauch ist seit mehr als 5 Jahrhunderten eine bedeutende Gewürz- und Heilpflanze für den Menschen! Die einjährige, etwa 30 bis 40 cm hohe Pflanze besitzt eine zusammengesetzte Zwiebel, die von einer pergamentartigen weißen bis rosavioletten Haut umgeben ist. Die Zwiebel besteht aus einzelnen "Zehen".

Inhaltsstoffe:

Der Knoblauch enthält viele schwefelhaltige Verbindungen, die auch seinen Duft ausmachen. Am wichtigsten ist das ätherische Lauchöl. Aus dieser geruchlosen Substanz entsteht bei Verletzung der Zehe einer der Hauptwirkstoffe, das Allicin. Es wird durch ein knoblaucheigenes Enzym, die Alliinase, gebildet. Dieses Allicin riecht stark. Beim Kochen entsteht daraus das Ajoen (sprich Achoen). Es gehört zu den wichtigsten Wirkstoffen. Weiterhin enthält er Garlicin, Flavonoide und Adenosin. Neben Vitaminen findet man im Knoblauch noch Spurenelemente, wie Kupfer, 1Molybdän, Selen und 0Zink.

Gerichte:

Knoblauch passt zu sehr vielen pikanten Speisen. Will man dezent würzen, so reibt man mit der Zehe das Kochgeschirr oder die Schüssel aus, benötigt man größere Mengen, geht es mit der Knoblauchpresse. Genausogut kann man ihn kleinhacken, mit Salz bestreuen und mit dem Messer zerquetschen.
Als dezente Würze benutzt man ihn für Käsefondue, Salate und Pilzgerichte. Bekannt ist die Knoblauchsoße zu Artischocken, überhaupt verträgt er sich hervorragend mit Gemüse. Ob Fleisch, Wild, Fisch oder Schalentiere, erst der Knoblauchduft treibt oft das Wasser im Mund zusammen. Aber auch Quark- und Joghurtzubereitungen gewinnen an Spritzigkeit.

Knoblauch als Arzneimittel:

Botanischer Name:   Verwendete Pflanzenteile:
Knoblauch - Allium sativum L.   Bulbus = Zwiebel

Inhaltsstoffe: Wirkungen: Nebenwirkungen:

Individuell können allergische Reaktionen auf Knoblauch auftreten.
Bei Menschen mit niedrigem Blutdruck kann es zu einer weiteren unerwünschten Absenkung des Blutdrucks kommen.
Veränderung des Geruchs von Haut- und Atemluft.

Gegenanzeigen:

Keine bekannt.

Knoblauch wird verwendet bei: Mindestdosierung:

Eine therapeutisch wirksame Tagesdosis erreicht man mit dem Verzehr von 4 bis 6 g (1 - 2 Zehen/Tag). Die Dosierungsempfehlungen bei Fertigpräparaten wie Ölmazeraten (Kapseln) und Trockenextrakten (Tabletten/Dragees) sind auf die Mindestdosierung abgestimmt. Im Rahmen der Arterioskleroseprophylaxe sind geringere Mengen ausreichend. Den höchsten Wirkstoffgehalt (Allicin) besitzt der Frischpflanzenpresssaft.

Sonstiges:

Sofern Knoblauch gegen Parodontose eingesetzt wird, ist der Saft der frischen Zehe oder der Frischpflanzenpresssaft mehrmals täglich über einen Zeitraum von vier Wochen ins Zahnfleisch einzumassieren.
In der Naturheilkunde wird Knoblauch auch in Verbindung mit Durchfallerkrankungen eingesetzt. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Knoblauchwirkstoffe offensichtlich nur krankheitsauslösende Bakterien angreifen.
Die günstigen Wirkungen bezüglich der Auflösung von Blutgerinnseln und der Verbesserung der Fließfähigkeit des Blutes kommen auch bei gekochtem Knoblauch zum Tragen.
Knoblauchpräparate mit wirksamen Bestandteilen verursachen grundsätzlich eine mehr oder minder starke Ausdünstung; denn das wirksame Prinzip des Knoblauchs wird mit der Haut und der Lunge mit der Atemluft ausgeschieden. Die so genannten geruchsfreien Präparate sind lediglich dünndarmlöslich.


Literatur
  • Koch, H.-P., Hahn, G.: Knoblauch; Verlag Urban und Schwarzenberg, München, 1988.
  • Schilcher, H.: Kleines Heilkräuterlexikon; Diaita Verlag, Bad Homburg 1985.
  • Wichtl, M.: Teedrogen; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft.
  • Pahlow, M.: Das grosse Buch der Heilpflanzen; Gräfe & Unzer Verlag.
  • Weiss, R.F.: Lehrbuch der Phytotherapie; Hippokrates Verlag.
  • Küllenberg, B., Mautner, U.: Arzneigewürze; Jopp Verlag, Wiesbaden.
  • Stobart, T.: Lexikon der Gewürze; Hörnemann Verlag, Bonn.
  • Brecht`s Kochrezepte - Gewürzmühle Brecht, (erhältlich im Reformhaus
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