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Gesundheitslexikon
Im Gesundheitslexikon erhalten Sie ausführliche Informationen und Definitionen zu diversen Stichwörtern rund um Ernährung und Gesundheit.

Urheber dieses Lexikons ist die Reformhaus Fachakademie. Inhaltliche Abweichungen zu den EDEN Produktinformationen sind daher grundsätzlich möglich.




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Mangan



Resorption und Ausscheidung:

Mangan wird gut resorbiert und zwar proportional zur Zufuhr. Über die Art der Resorption ist nichts bekannt. Mangan wird zum größten Teil via Galle durch den Darm ausgeschieden. Kleine Mengen finden sich auch im Harn und im Schweiß.

Wirkungen im Körper:

  • Mangan findet sich in hohem Maße in den "Kraftwerken" der Zellen, den Mitochondrien, wo es an der Energiegewinnung beteiligt ist.
  • Manganhaltige Enzyme sind unentbehrlich für die Knochen- und Knorpelbildung sowie für den Aufbau bestimmter Kitt- und Schmierstoffe (Mucopolysaccharide zur Zellabdichtung und als "Gelenkschmiere").
  • Neben Calcium und Vitamin K hat Mangan einen Einfluss auf die Blutgerinnung.
  • Mangan ist Teil des Enzyms Arginase, das für die Ammoniakentgiftung sorgt.
  • Mangan ist zusätzlich zum Chrom für die Insulinwirkung und die Erhaltung einer normalen Blutzuckertoleranz (Glukosetoleranz) notwendig. Eine erhöhte Manganzufuhr kann daher für Diabetiker von Vorteil sein.
Wünschenswerte Höhe der Manganaufnahme:

Zwischen 2,0 und 5 Milligramm/Tag.
Diese Menge ist aus einer gemischten Kost leicht erhältlich.
Allerdings finden sich erheblich niedrigere Zufuhrwerte bei einseitigen Kostformen, zum Beispiel nur 0,5 mg in einer Diät aus Fleisch, Fisch, Milchprodukten,Brot, Fett und Zucker, die 2300 kcal enthält.

Manganreiche Lebensmittel:
Nüsse, Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide, Blattgemüse, Kakao, Keimlinge und Schwarztee.

Manganarme Lebensmittel:
Milch- und Milchprodukte, Fleisch, Innereien, Zucker, Weißmehlprodukte, Eier, Fette und Öle.

Manganmangel:

Ein Mangelzustand beim Menschen ist so gut wie unbekannt.

Manganüberschuss:

Vergiftungen mit Mangan sind nahezu ausschließlich auf eine beruflich bedingte übermäßige Manganbelastung über mehrere Jahre zurückzuführen (Förderung von Mangan-Erzen und industrielle Verarbeitung von Manganerzen zu verschiedenen Produkten). Betroffen sind in erster Linie das Zentralnervensystem und die Lunge (spezielle Formen von Lungenentzündungen). Bekannt ist das "Mangan-Irresein", das einhergeht mit Wahnideen, Halluzinationen, Zwangshandlungen und anderen psychotischen Symptomen. Als Frühsymptome einer chronischen Manganvergiftung wurden bei Elektroschweißern Störungen des Kurzzeitgedächtnisses, der Konzentrationsfähigkeit und der Koordination festgestellt.

Eine chronische Manganaufnahme bis zur dreifachen Menge der wünschenswerten täglichen Zufuhr (ca. 10 - 15 mg) ist unbedenklich.
Mangan (Mn; Atomgewicht: 54,938) gehört zu den essentiellen Spurenelementen.


Literatur
  • Zumkley, H.: Spurenelemente; Thieme Verlag.
  • Gladtke, E.: Spurenelemente (Analytik, Umsatz, Bedarf, Mangel und Toxikologie); Thieme Verlag.
  • Reformhaus-Ratgeber Vitamine und Mineralstoffe; Diaita Verlag.
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Empfehlungen für die Nährstoffzufuhr; Umschau Verlag, 1991.
  • Lang, K.: Wasser, Mineralstoffe, Spurenelemente; Steinkopff Verlag
  • Souci, Fachmann, Kraut: Die Zusammensetzung der Lebensmittel - Nährwert-Tabellen; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart, 1994.

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