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Gesundheitslexikon
Im Gesundheitslexikon erhalten Sie ausführliche Informationen und Definitionen zu diversen Stichwörtern rund um Ernährung und Gesundheit.

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Selen


Selen (Se; Atomgewicht: 78,96) gehört zu den essentiellen Spurenelementen.
Der Selenbestand des Menschen beträgt ca. 10 - 15 mg. Noch vor 100 Jahren als höchst giftiger Stoff angesehen, gewinnt Selen heute als krank- heitsvorbeugendes Spurenelement immer größere Bedeutung.

Resorption und Ausscheidung:

Mikroorganismen und Pflanzen nehmen Selen in anorganischer Form auf. An Eiweiße gebunden, wird es dann in organischer Form (Selenomethionin, Selenocystein) gespeichert. Beim Menschen wird das organische Selen im oberen Dünndarm rasch zu rund 90 % aufgenommen. Am raschesten werden die im Getreide vorkommenden organischen Selenverbindungen resorbiert! Die Ausscheidung erfolgt hauptsächlich über den Urin (mehr als 50 %) und den Stuhl.

Resorptionsfördernd wirken:

Resorptionshemmend wirken:

zu hohe Zufuhr an schwefelhaltigen Aminosäuren (in fleischreicher Nahrung)

Wirkungen im Körper: Selenversorgung und empfohlene Zufuhr:

Die empfohlene Zufuhr liegt zwischen 20 und 200 Mikrogramm/Tag!

Der Selengehalt der Lebensmittel ist abhängig von dem Selenvorkommen und der -verfügbarkeit in den Böden. Der Selengehalt der Böden schwankt auf der Erde so stark, dass es einerseits aufgrund des Selenreichtums (Irland, in Teilen der USA, Israel, Australien, Südafrika und UDSSR) zu Vergiftungserscheinungen von Tieren kommt, andererseits auf sehr selenarmen Böden (Schottland, Neuseeland, in Teilen der USA) Mangelerscheinungen vorkommen. Selen in Lebensmitteln:

selenreich: mäßig selenreich: selenarm: Selenmangel:

Bekannt wurde die Keshan-Krankheit, die benannt ist nach einer Region in China, in der sehr viele Kinder, Jugendliche und junge Frauen an einer Herzmuskelschwäche (Porzellanherzen) starben. Diese Krankheit wurde eindeutig als Selenmangelerkrankung nachgewiesen. Dank der Gabe von 300 Mikrogramm Selen/Woche wurde diese Krankheit erfolgreich bekämpft.

Selen wird bei einer Vielzahl verschiedener Krankheiten als Schutzfaktor angesehen. Im Vordergrund stehen: Anwendung von Selen in Vorbeugung und Therapie: Überdosierung:

Die Giftigkeit des Selens hat die frühzeitige therapeutische oder vorbeugende Anwendung von Selenpräparaten verhindert und steht infolge Unkenntnis auch heute noch vielfach der Anwendung entgegen. Dabei liegt die Giftschwelle etwa beim 100-fachen der empfohlenen täglichen Zufuhr, d.h. bei ca. 20 mg für die akute Toxizität (Giftwirkung nach einmaliger Gabe).Die chronische Toxizität (Giftwirkung nach Langzeiteinnahme) liegt bei 5 mg/Tag.

Die handelsüblichen Selenpräparate enthalten etwa zwischen 50 und 200 Mikrogramm (=0,05 - 0,2 mg) Selen/Tablette. Somit ist bei Beachtung der Einnahmeempfehlungen die Gefahr einer Vergiftung ausgeschlossen!



Literatur
  • Schrauzer, G.N.: Selen; Verlag für Medizin Dr. E. Fischer.
  • Schmidt, K.H.: Präventive und therapeutische Bedeutung von Selen; Z.Allg.Med. 63, 891-895 (1987).
  • Zumkley, H.: Spurenelemente; Thieme Verlag.
  • Gladtke, E.: Spurenelemente- Analytik, Umsatz, Bedarf, Mangel und Toxikologie; Thieme Verlag.
  • Reformhaus-Ratgeber: Vitamine und Mineralstoffe; Deutscher Reform Verlag, Bad Homburg.
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Empfehlungen für die Nährstoffzufuhr; Umschau Verlag, 5. Überarbeitung 1991.
  • Lang, K.: Wasser, Mineralstoffe, Spurenelemente; Steinkopff Verlag.
  • Souci, Fachmann, Kraut: Die Zusammensetzung der Lebensmittel - Nährwert-Tabellen 1994, medpharm Scientific Publishers, Stuttgart.

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